Erste Kerze am Adventskranz musikalisch entzündet

Die Kapelle des Musikvereins
Die Kapelle des Musikvereins

Die Kapelle des Musikvereins

Konzert „Adventsklänge“ des Musikvereins begeisterte mit Vielfältigkeit

Rauenberg. (BeSt) Musikverein und der Alegro-Chor des Kirchenchores musizierten beeindruckend zum adventlichen Jahreskonzert im Dom des Angelbachtals.

In einer sehr gut besuchten Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem Eindruck der grün illuminierten Orgel konnte der stellvertretende Vorsitzende Alexander Stier neben vielen Ehrengästen auch viele Musikinteressierte zum Konzert „Adventsklänge“ des Musikvereins willkommen heißen. In diesem Jahr habe der Verein als „Gast“ den hauseigenen Alegro-Chor mit Chorleiter und Organisten Franz Wassermann zum Konzert eingeladen, so Stier. Dies würde umso mehr die erste Kerze am Adventskranz musikalisch entzünden.

Bereits mit den ersten Tönen verzauberten die Musikanten die Zuhörer und zogen sie mit sich in ein wahres Winterwunderland. Mit Glocken und Zimbeln sah man vor dem inneren Auge St. Nikolaus mit seinem Schlitten durch eine traumhafte Landschaft fahren, wobei immer wieder andere und neue Klangbilder harmonisch und exzellent entstanden. Den über 30 Musikern gelang es unter der gekonnten musikalischen Leitung von David Lagas mit „A Christmas Overture“ des belgischen Komponisten Roland Kernen die Zuhörer vom ersten Ton an auf ihre Seite zu ziehen.

Getragen musizierten der Alegro-Chor gemeinsam mit dem Musikverein „Il Signore è con te“ wobei die Liebe des Komponisten Kees Vlak für Italien zum Tragen kam und letztlich der 18-köpfige Chor und die Musikkapelle zu einem Klangkörper am Ende verschmolzen.

Die Filmmusik „Hymn to the Fallen“ aus dem Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ von 1998 wurde durch die Musiker entfaltet, dann gekonnt von Alegro mit choralähnlichen Stimmklängen untersetzte, bevor die Trommel letztlich alle Klänge einsammelte.

Das Konzert war wieder sehr gut besucht.
Das Konzert war wieder sehr gut besucht.

Das Konzert war wieder sehr gut besucht.

Thiemo Kraas, ein musikalisches Wunderkind, welches bereits in jungen Jahren international erfolgreich war, komponierte „Andante Religiose“ einst für ein Holzbläser-Quintett anlässlich einer Hochzeit. Die Musik, die laut Komponist keine Geschichte hat, sondern ganz aus sich heraus wirke, beschäftigte dann aber alle Kapellenregister und sorgte durch den ständigen Wechsel der Instrumente für Überraschungsmomente bei den Zuhörern.

Mit dem vielgespielten Werk „Präludium c-Moll“ von Johann Sebastian Bach entfaltete Franz Wassermann die musikalische Disposition der 33 Register umfassenden Rauenberger Göckel-Orgel.

Einen sehr starken Kontrast zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart vollzog anschließend der Musikverein. Der Sopran der Solistin Annika Brenner überzeugte vom ersten Ton an im Titelsong aus dem Musical Elisabeth „Ich gehör nur mir“, welches 1992 seine Uraufführung in Wien feierte. David Lagas gelang es, den Tonkörper der Kapelle um die Solistin zu bauen und dann einen perfekten Schlossakkord zu arrangieren, was zu großem Beifall des Publikums führte.

Der anspruchsvolle musikalische Choral mit harmonischer Struktur „St. Thomas“ von Pavel Stanek gelang den Musikern ebenso wie die wunderschöne Ballade „Gabriellas Song“ aus dem Kino-Film „Wie im Himmel“, der bewegend von der Kraft der Musik handelt. Dabei genossen die Zuhörer die klare Struktur, welche durch die Kapelle getragen wurde.

Der nicht enden wollende Beifall führte für Musiker und Konzertgäste zur ersten Zugabe der Oscar-prämierten Titelmusik „This Land Is Mine“ des Spielfilms „Exodus“ aus dem Jahr 1960, die mit imposanter Trommel-Ouvertüre begann, aber mit einem schnellen und unerwarteten Ende überraschte. Adventlich gingen die „Adventsklänge“ im Dom dann auch zu Ende mit ersten Strophe des Kirchenliedes „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Mit dem Konzert gelang es den Künstlern die erste Kerze des Adventskranzes nicht nur musikalisch anzuzünden.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors