32. Rauenberger Prunksitzung

Walter Wipfler und Karl-Heinz Hartmann
Walter Wipfler und Karl-Heinz Hartmann - Walter Wipfler und Karl-Heinz Hartmann

Walter Wipfler und Karl-Heinz Hartmann - Walter Wipfler und Karl-Heinz Hartmann

Los ging es bei der 32. Rauenberger Prunksitzung mit dem traditionellen Einmarsch des Prinzenpaares mit Gefolge. Angeführt vom Fanfarencorps der Weinstadt Rauenberg unter der Leitung von Hans-Peter Menges betraten die Akteure die Bühne und umrahmten somit würdevoll den Prolog des Prinzenpaares Michelle und Simon. Beide begrüßten die Närrinnen und Narren auf das Herzlichste und meinten: „Den nur wo man musiziert und lacht, nur wo es scheppert und kracht, wo was los ist wo die Sektkorken knalle, bei der Truppe do tuts einem jedem gfalle“, meint Prinz Simon aus dem Hotzenwald, dem Black Forrest, dem Schwarzwald halt“, und Prinzessin Michelle meinte in Anspielung auf die zweijährige Renovierung der Mannaberghalle: „Singt Schunkelt das es Kracht, den bis 2015 gibt’s keine Fassenacht“.

Showtanz der Prinzengarde
Showtanz der Prinzengarde - Showtanz der Prinzengarde

Showtanz der Prinzengarde - Showtanz der Prinzengarde

Conférencier Oliver Zeeb ließ es sich nicht nehmen bei seiner Begrüßung auf ein weltweit wohl einzigartiges Familienereignis hinzuweisen. Michelle I. ist die zweite Prinzessin in der Familie Brigitte und Roland Augst. Aber wer meint die Mutter sei die Prinzessin in früheren Jahren gewesen hat weit gefehlt. Roland Augst übte zu den Anfängen der Rauenberger Fastnacht das Amt der Prinzessin aus und ist vielen in der Weinstadt in dieser Funktion noch gut in Erinnerung. Dann hieß es Bühne frei für die Kleinsten des Musikvereins. Die Minigarde unter der Leitung von Sarah Stier eroberte schnell die Herzen des Publikums, eine Zugabe musste gegeben werden und eine erste Saalrakete stieg in den Rauenberger Fastnachtshimmel. Werner Braun war es dann vorbehalten, die erste Bütt zu halten. Der aus Horrenberg stammende Fastnachter löste die Aufgabe perfekt und berichtete über die Wirren des Umgangs mit dem Computer und den zweideutigen Gesprächen mit einer Telefonhotline. Engagiert trug er seine Bütt vor, und ließ für seinen Erfolg sogar die Hosen runter. Die Juniorengarde unter der Leitung von Nicole Scheffner tat es dann die Minigarde gleich und begeisterte mit ihrem Tanz das Publikum. Ausgezeichnet von Conférencier Oliver Zeeb wurde in diesem Zusammenhang auch Andrea Stier, die mit auch in diesem Jahr wieder für die Kostüme der Tanzgruppe sorgte. So richtig Stimmung kam dann auf, als die beiden Rauenberger Urfastnachter Karl-Heinz-Hartmann und Walter Wipfler die Bütt als Straßenkehrer betraten. Dabei trafen die Straßenkehrer mit ihren Pointen den Nagel oft auf den Kopf, Lachsalven und Szenenapplaus waren der Lohn dafür. So konnten Sie berichten, dass die Politiker das Ganze Geld nach Griechenland geschickt haben. Daher gebe es für die Sanierung der Mannaberghalle nur noch Sachzuschüsse vom Land. Mit einem Sack Gips, 2 Dosen Farbe (rot und grün) sowie einer Styroporplatte hatten sie die erste Rate schon auf die Bühne mitgebracht. Und: die neuesten Rolllatoren gäbe es jetzt schon mit Navi. Sobald man in die Nähe des Friedhof kommt, sagt die Stimme: Sie haben ihr Ziel erreicht. Nach so vielen Lachern hintereinander tat die von der Band Skylights initiierte tanzrunde des Besuchern gut.

Mit einer Schunkelrunde zum Mitsingen heizten die Schluckspechte in der Besetzung Gerd Sautner, Rolf Sautner, Gabi Wagner und Rainer Fleckenstein dem Publikum gehörig ein. Dann hieß es Bütt frei für das Malscher Fastnachturgestein Dieter Renninger. Dieser zog verkleidet als Witwe auf großer Kreuzfahrt die Besucher in der Mannaberghalle schnell in seinen Bann, ein Lacher folgte dem anderen. So zum Beispiel als die Witwe gefragt wurde was nach fünfzig Ehejahren die schönsten gewesen seien. Die Antwort kam prompt: die fünf Jahre Kriegsgefangenschaft des Mannes. Und wenn eine Witwe aus Malsch auf große Kreuzfahrt kann, kann aus dem Sommelier schnell einmal ein Somalier werden, und die Bezeichnung Deckoffizier kann auch zweideutig sein. Einer der Höhepunkte des Abends war dann der Showtanz de Mini- und Prinzengarde unter Mitwirkung des Prinzenpaares Michelle und Simon.

Das Männerballett
Das Männerballett - Das Männerballett

Das Männerballett - Das Männerballett

Die farbenfrohe Inszenierung nach den Klängen des Udo Jürgens Hit „Ich war noch niemals in New York“ riss die Zuschauer von den Sitzen, die Akteure sowie die für die Choreographie zuständige Sarah Stier bekamen lang anhaltenden Applaus. Als Mister „Frei-Woi“ bestieg Karl-Heinz-Hartmann die Bütt. Mit markigen Sprüchen und viel Humor eroberte er das Publikum und hatte auch gute Ratschläge parat, wie: „Dä beschte Doktor ist der Wein, und küsst Du mal ein Mägdelein, dann schenk ihr auch ein Gläschen ein“. Der Hexentanz der Juniorengarde unter der Leitung von Nicole Scheffner kündigte dann die Bänkelsänger Karl-Heinz-Hartmann und Walter Wipfler an. Mit markigen Worten kommentierten sie das Ortsgeschehen und sorgten so für ausgelassene Stimmung in der Mannaberghalle.

Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne.
Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne. - Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne.

Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne. - Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne.

Nach einer weiteren Tanzrunde mit den Skylights sorgte das Fanfarencorps Rauenberg unter der Leitung von Hans-Peter Menges für sprichwörtliche Hochstimmung in der Halle, den Stühle und Tische wurden zum Mittanzen und Mitschunkeln erobert. Das Männerballett in der Besetzung Peter Müller, Albert Stier, Werner Menges, Holger Menges, Kai Spannagel, Alexander Stier, Karl-Heinz Hartmann und Walter Wipfler strapazierte dann mit ihrer Persiflage an die hohe Ballettkunst die Lachmuskeln der Gäste. Einstudiert wurde das ganze unter der Leitung von Heike Hartmann. Zugabe und Saalrakete waren fällig, ebenso wie der Fastnachtsorden, den alle Mitwirkenden des Abends bekamen. Ein weiterer Tanz der Prinzengarde unter der Leitung von Sarah Stier läutete dann das große Finale ein, zu dem sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne versammelten.  Oliver Zeeb bedankte sich bei allen Helfern, dem Aufbauteam, den Licht und Tontechnikern, den flotten Kulissenschiebern und beim tollen Publikum. Bevor es dann Musik zum Auszug hieß erhielt als Dank für seine tolle Ansage Oliver aus den Händen des Prinzenpaares des verdienten Faschingsorden 2013.